1985 wurde fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit im PC-Bereich die allererste Windows-Version 1.0 vorgestellt, die nunmehr eine grafische Benutzeroberfläche bot. Neu daran war, dass man nunmehr die meisten Menüpunkte mit einer Maus anklicken konnte. Vorher musste jeder Befehl mühsam eingetippt werden. Mit der Maus trat noch ein weiteres Zubehörteil den Siegeszug um die Welt an: das Zubehör Maus Pad.
Wofür brauchte man ein Maus Pad überhaupt?
Es zeigte sich sehr schnell, dass eine Maus alleine nur begrenzt tauglich als Eingabegerät war. Zwar sollte der Mauszeiger analog der Bewegung auf dem Schreibtisch folgen. In der Praxis jedoch funktionierte das wegen unebener Flächen nur bedingt: Der Mauszeiger bewegte sich entweder zu schnell oder sprang regelrecht. Ein Maus Pad mit einer glatten Unterlage schuf hier Abhilfe: Nunmehr konnte man mit der Maus den Zeiger auch zielgerecht bewegen.
Welche Stellung hat das Maus Pad heute?
Jahrelang dominierte nur eine einzige Computer-Bauart: der Desktop-PC, meist in Form eines Towers. Doch inzwischen sind Laptops, Netbooks und Smartphones hinzugekommen. All diese Geräte haben eines gemeinsam: das Touch Pad. Die Maus als Eingabegerät wurde bei diesen Geräten durch den eigenen Finger ersetzt. Von daher brauchten Benutzer dieser Geräte keine Maus mehr und damit auch kein Maus Pad.
Eine zweite Entwicklung beeinflusste die Bedeutung des Maus Pads ebenso nachteilig: die Einführung der kabellosen Laser-Maus. Statt wie früher mit einer Rollkugel tastete die Laser-Maus die Unterlage mit Hilfe eines Laserstrahls ab. Ruckelnde Mauszeiger durch verstaubte Rollkugeln gehörten damit der Vergangenheit an. Außerdem sind Laser-Mäuse wesentlich genauer beim Abtasten. Ergo: Man braucht kein Maus Pad mehr.
Als Ergebnis bleibt festzuhalten: Solange es noch Desktop-PCs gibt, wird es zwar noch Maus Pads geben; allerdings werden sie nur noch ein Nischendasein führen.