Hochauflösende Videos

Das bis vor kurzem einzige und übliche Videoformat war dasjenige, das auf einer DVD gespeichert und abgespielt werden konnte und das entsprach der PAL Fernsehbildauflösung. Erst durch die Verbesserung der Bildqualität bei den Aufnahmegeräten, z.B. Camcordern, kam der Wunsch auf, die Ausgabegeräte ebenfalls zu verbessern, also das sogenannte High Definition (HD) Format sowohl bei Video Aufnahmegeräten als auch bei Ausgabegeräten kompatibel zu machen. Bezogen aufs Fernsehen muss daher vom ursprünglichen PAL-Format mit seinen fünfzig Halbbildern pro Sekunde und 576 Zeilen auf ein neues HD-fähiges Format umgeschaltet werden. Lange Zeit waren konkurrierende Systeme in der Diskusion , aber es scheint sich jetzt das 1080i50-Format (d.h. 1080 Zeilen, interlaced, 50 Halb- oder Vollbilder) durchzusetzen, da die Fußball-WM 2010 in diesem Format übertragen wurde.

Neue Bilddimensionen

Das High Definition Video (HDV) ist ein hochauflösendes Bildformat mit 960×720 Pixel für HDV1 und 1440×1080 Pixel für HDV2. Beide Varianten können sowohl im progressive Scan- als auch Interlaced-Verfahren bei verschiedenen Bildwiederholungsfrequenzen aufgezeichnet werden. Das Seitenverhältnis des Bildes bleibt immer 16:9. Die dafür benutzte Videokompression ist MPEG-2, die bei 1080i eine Datenrate von 25 MB/s hat. Die parallel genutzte Audiokompression setzt Dolby Digital 5.1 und Audio Codec 3 ein.

Lange Zeit haben verschiedene Speichermedien für das HD Videoformat miteinander konkurriert, allerdings scheint sich jetzt die von Sony entwickelte Blu-Ray-Disc (BD) als Marktführer herauszukristallisieren. Dieser optische Speicher hat wesentlich größere Speicherkapazitäten als klassische CDs oder DVDs. Auf einer solchen BD kann man bis zu 13 Stunden normales Video oder etwa zwei Stunden HD Video aufzeichnen. Die für die Wiedergabe dieses Formats notwendige Qualität bei den Fernsehgeräten lautet HD ready mit dem Zusatz 1080p oder HD ready Full HD. Für Computer bzw. Notebooks gilt als notwendige Systemanforderung für die Wiedergabe von HD Videos (XviD Videos) ein Prozessor mit mindesten 2.0 GHz CPU und der VLC Media Player.