Eine andere Bezeichnung für Fernsehkameras sind die sogenannten Studiokameras. Im Laufe der Jahre, verbunden mit dem umfangreichen Einsatz der derzeit überwiegend elektronischen Geräte hat sich ein breites Angebotssortiment in Deutschland entwickelt. Die Auswahl auf dem Markt ist enorm umfangreich geworden und erschwert teilweise die Suche nach einem speziellen Gerätetyp.
Die ersten bewegten Fernsehbilder
Zu den ersten einsatzfähigen Fernsehkameras gehört die 1936 entwickelte Fernsehkamera der Fernseh GmbH. Sie arbeitete noch mit Zelluloid auf der Basis der Zwischenbildtechnologie. Das Prinzip dieses Verfahrens bestand darin, dass eine Filmszene auf Zelluloid gebannt, der Film direkt während des Aufnahmevorganges zur Entwicklung gebracht und dieser nach diesem Vorgang mit der sogenannten Nipkopscheibe abgetastet wurde.
Fernsehkameras können in verschiedenartigen Positionen installiert werden. Eine klassische Befestigungsart zeigt die Seilkamera. Sie ist heute auch unter der Bezeichnung Spider- oder Skykamera bekannt und wird auf einem speziell ausgerüsteten Kamerawagen über eine Anlage aus fest gezogenen Seilen bewegt. Wie alle derzeit genutzten Fernsehkameras ist die Seilkamera mit hochwertigen technischen Bauteilen ausgestattet, die eine Weiterleitung der aufgenommenen Szenen über Funktechnik ermöglicht. Sie kann außerdem ferngesteuert betrieben werden.
Eine Kamera für jeden Job
Die Klassifizierung der Fernsehkameras erfolgt überwiegend auf der Basis der jeweiligen Einsatzbereiche. So werden im Einsatz die Studio- und Außenübertragungsfilmkameras, elektronische Außenpoduktionsgeräte, elektronische Berichterstattungskameras und digitale Kinokamerageräte genutzt. Als Filmkamera wird eine Kamera dann bezeichnet, wenn sie geeignet ist, um in der Kinematografie Bilder aufzuzeichnen.
Die grundlegenden Bauelemente einer Filmkamera haben sich im Laufe der Jahre kaum verändert. Nur die elektronischen Neuerungen haben zahlreiche Verbesserungen gebracht. Die Filmkamera besteht aus einem Gehäuse, welches lichtundurchlässig ist. Dieses hat ein Fenster für das Wahrnehmen des Bildes und spezifische optische Bestandteile. Außerdem muss ein Antrieb vorhanden sein, der den Film bewegt. Dieser ist mit einem Umlaufverschluss verbunden. Wichtig ist außerdem der Sucher. Zu den optischen Highlights gehören beispielsweise Kameras, die mit dem perfektionierten Spiegelreflex-Verfahren arbeiten. Die Qualität einer Fernsehkamera, die nicht nur im professionellen Bereich verwendet wird sondern für viele Amateurfilmer zur grundlegenden Ausrüstung gehört, wird nach verschiedenen Bildaufnahmekriterien bestimmt.